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Kaufberatung: Allgemeine Tipps und Schwachstellen beachten
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HomerSimpson
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Dabei seit: Aug 01, 2005
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PostenVerfasst am: Wed, 06 Jun 2018 12:56    Titel: Kaufberatung: Allgemeine Tipps und Schwachstellen beachten Antworten mit Zitat

Hallo,

vllt habe ich es einfach nicht gefunden, aber ich war auf der Suche nach einem Beitrag in dem die Besonderheiten und Schwachstellen aufgeführt sind und diskutiert werden, an die man bei einem Kauf ein Mustangs der 1. oder 2. Generation denken sollte.

Könnt ihr mir sagen wo ich diese Informationen finden kann oder können wir andernfalls vllt diesen Beitrag dafür verwenden?

Besten Dank und viele Grüße,
Christopher
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CCA
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Dabei seit: Jun 01, 2002
Beiträge: 2756
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PostenVerfasst am: Wed, 06 Jun 2018 15:49    Titel: Re: Kaufberatung: Allgemeine Tipps und Schwachstellen beacht Antworten mit Zitat

Kaufberatung für einen Mustang



Kaufberatung


Amerikanische Hersteller stehen in dem Ruf, auch einmal fünfe gerade sein
zu lassen. Auch Ford macht da bei den Produktionstoleranzen keine Ausnahme.
Viele Schwachpunkte rühren gerade von diesen großen
Schwankungen bei der Produktion her, was bei der Restauration - wenn sie pedantisch
vorgenommen wird - bei Blecharbeiten oft zu Passungsproblemen führen kann.

Obwohl Ford für seine Mustang-Modelle der ersten Serie
hochwertige Materialien wie z.B. verzinkte Bleche für besonders korrosionsgefährdete
Stellen der Karosserie benutzte, ist diese nicht ohne Pferdefüße.
Fangen Sie deshalb bei der Zustandsdiagnose von hinten an. Ihr Augenmerk sollte
vor allem den hinteren Kotflügeln gelten, und zwar sowohl dem Innenteil
als auch der äußeren Karosseriehaut.

Der Bereich vom hinteren Radlaufabschnitt bis zum Heckblech
gilt nämlich bei Mustangs als besonders anfällig. Dort, wo vom Kotflügelinnenteil
und Radlauf die Bördel übereinanderliegen und punktverschweißt
sind, dringt - trotz aller Abdichtversuche - im Laufe der Zeit Feuchtigkeit
zwischen die beiden aufeinanderliegenden Bleche, die sich nun von innen auseinanderdrücken
(Rost entwickelt nämlich ein mehrfaches an Volumen als sein früheres
Pendant in Metall). Fühlt man nun mit der Hand den Radlauf ab und dieser
zeigt ,;Aufquellungen'', so muß er mit Sicherheit erneuert werden, was
eine arbeitsaufwendige und teure Angelegenheit ist.

Bevor Sie die Kofferraumhaube öffnen, werfen Sie einen Blick auf die Dichtung
der Heckscheibe. Ihr Zustand wird Sie auf das vorbereiten, was Sie im Gepäckabteil
erwartet. Die große Heckscheibe neigt zum Undichtwerden, weshalb der Kofferraumboden
durchrostet und Sie im Extremfall vor der Ablagemulde und dem Ausschnittrand
für den Tank nur noch Brösel vorfinden. Im Zweifelsfall sollte man
den Waschanlagentest machen.

Türschweller sind beim Mustang kein Problem, da sie aus verzinktem Blech
gearbeitet sind. Tückisch ist hier allein das Cabrio, bei dem das innere
Stehblech aus Schwarzblech ohne schützenden Zinküberzug gefertigt
,wurde. Hier nagt der Rost von außen unsichtbar. Als Indikator dient lediglich
die untere punktverschweißte Bördelkante. Erfreulich ist auch das
Thema Türen, denn Probleme treten hier nur auf, wenn die Wasserablauflöcher
- aus welchen Gründen auch immer - verstopft sind. Bei reinen Sommerfahrzeugen
ist auch das Bodenbleche kein Thema, nehmen Sie aber vorsichtshalber die Bodenmatten
heraus, um darunter nach dem rechten zu sehen. Was Ihnen der Verkäufer
erzählt, mag zwar für ihn seine Richtigkeit haben, aber ob das für.
alle anderen Vorbesitzer auch gilt?

Womit wir eigentlich schon beim dunkelsten Kapitel der meisten Fahrzeuge sind:

der häufige Besitzerwechsel. Und fast alle ritten gnadenlos ihren Mustang,
denn leider wurden die galoppierenden Pferde lange Zeit nur gering geschätzt.
Ein Blick in den Kraftfahrzeugbrief zur rechten Zeit, erspart viel Ärger
und Unannehmlichkeit.

Öffnen Sie zum Abschluß Ihrer Inspektionsrunde noch die Motorhaube.
Sehen Sie sich zunächst den Batteriekasten an, der in den meisten Fällen
von Säure weggefressen ist (defekte Lichtmaschinenregler lassen die Batterie
überkochen).

Ganz genau sollten Sie auch die vorderen Rahmenträger nach Korrosionsschäden
untersuchen. Vom Federdom bis zur Spritzwand nämlich bestehen diese aus
doppeltem Blech, das lediglich punktverschweißt ist. Der Volksmund behauptet
zwar, doppelt genäht hält besser, bei Autokarosserien trifft das aber
leider nicht zu - im Gegenteil. Gerade der winzige, z.T. nur Bruchteile eines
Millimeters breite Spalt zwischen den beiden Blechen zieht Feuchtigkeit wie
magisch an (Kapillarwirkung), Untersuchen Sie deshalb die Rahmenträger
in diesem Bereich nicht nur von der Motorraumseite, sondern auch von außen,
von der Kotflügelseite her.

Dabei können Sie gleich innerhalb der Kotflügel nach dem rechten
sehen. Die verschraubten Mustang-Kotflügel sind nämlich nach hinten
zur Tür hin offen. Um von den Vorderrädern hochgeschleuderten Schmutz
und Regenwasser abzuhalten, sind in die Kotflügel Spritzschutzbleche eingeschraubt,
die - von einem Gumrniprofil eingefaßt - auf Kotflügel und Rahmenträger
aufliegen. Leider bleibt hier auch Straßenschmutz hängen, der Feuchtigkeit
bindet, wodurch sich dem Rost Tür und Tor öffnet. Erfahrene Mustang-Fahrer
haben das Spritzschutzblech aus rostfreiem Edelstahl nachgefertigt

Begutachten Sie nun noch die Partie um die Lampen und hinter der vorderen Stoßstange.
Ist auch hier nichts Ernsthaftes zu bemängeln, können Sie das Kapitel
Karosserie nach einem abschließenden Blick auf die Hauben und Türscharniere,
die wegen den großen Massen der beweglichen Teile hochbelastet sind, abhaken.

Verzögernde Angelegenheit

Den größten Schwachpunkt aller Sechszylinder-Modelle stellt die
Trommelbremsanlage rundum dar. Diese reagiert nämlich allergisch auf Standzeiten
- und sei es auch nur über Winter. Zum einen neigen die Radbremszylinder
zum Undichtwerden und Festgehen und zum anderen rosten die Einstellexzenter
fest, wodurch es mit der Selbstnachstellung nicht mehr weit her ist.

Die Achtzy!inder-Modelle besaßen meist vordere Scheibenbremsen, bei der
die Bremszangen als Vierkolbensattel ausgebildet sind. Die beiden untersten
Bremskolben haben eine überdurchschnittlich hohe Neigung zum Festrosten,
da aufgrund unzureichender Dichtungsmanschetten sehr leicht Spritzwasser in
die Bohrung eindringen kann.



Allzuleicht geraten amerikanische Fahrzeuge in den Verdacht, benzinsaufende
Monster zu sein. Auf den Mustang trifft das kaum zu, höchstens,
wenn die sehr robusten Stoßstangenmotoren irgendeinen Fehler haben. Meist
nimmt das Übel von der Steuerkette her seinen Ausgang. Durch veränderte
Steuerzeiten treten Folgeschäden auf. Aber nichtsdestotrotz kann eine Laufleistung
von mindestens 200.000 km zugrunde gelegt werden. Dabei können Betriebsstörungen
an Benzinpumpe, Öldruckschalter und Vergaser auftreten. Problematisch ist
vor allem die Ansaugbrücke, da der Vergaserflansch der Registervergaser
zum Undichtwerden neigt, wodurch Nebenluft angesaugt wird, Zudem neigt das am
Vergaser sitzende Benzinfilter - vor allem bei Autobahnfahrten - gern zum Verstopfen.
Autobahnfahrten können zusätzlich vor allem für die V8-Maschinen
Probleme aufwerfen, denn der Ölinhalt ist mit 4,75
1 viel zu klein. Ein (nicht serienmäßiger>
Ölkühler ist eigentlich ein Muß.)

Thermische Probleme treten oft auch bei der Kühlung auf,
einfach deshalb, weil beim alle 50 bis 60.000 km fälligen Wasserpumpenwechsel
der Lüfterradschutz, der gleichzeitig als Luftleitblech dient, aus Unwissenheit
nicht mehr eingebaut wurde. Unter Temperaturproblemen hat auch die auf dem Motorblock
montierte Zündspule zu leiden. Für weitere Zündprobleme sorgt
der Verteiler, dessen Unterdruckverstellmechanismus und Antriebswelle verschleißen.
Einem defekten Zündverteiler kommt man nur mit einem Schließwinkelmeßgerät
auf die Spur, denn beim Gasgeben verändert sich der Schließwinkel
um 3 bis 4 Grad.

An weiteren Schwachpunkten sind bei den Mustang-Motoren, die übrigens
mit Ausnahme der High-Performance-Modelle alle hydraulischen Ventilspielausgleich
haben, eigentlich nur Undichtigkeiten an der Benzinpumpe (Dichtung zum Motorblock)
sowie der leistungsschwache Anlasser zu nennen.

Kraftübertragung

Als robust müssen die Getriebe gelten, bei denen nur die in England gefertigte
4-Gang-Version der Sechszylinder-Modelle Probleme aufgibt. Alle anderen, einschließlich
der Borg-Warner-Automatik, geben außer gelegentlichen Undichtigkeiten
keinen Grund zur Klage.

Das besorgt dann schon eher der Rest der Kraftübertragung. Bei der Kardanwelle
neigen vor allem die hinteren Kreuzgelenke wegen Unwucht im Strang zum Ausschlagen.
Das mag mit ein Grund sein, weshalb das Differential meist bei 100.000 km beginnt,
Geräusche zu machen. Etwa gleichzeitig gibt üblicherweise auch das
rechte Radlager der Hinterachse seinen Geist auf.

Innereien

Wenig Probleme dürfte das solide Fahrwerk machen. Zu überprüfen
sind hier lediglich auf üblichen Verschleiß: UmlenkhebeI, Dreieckslenker,
Traggelenke, Spurstangen und Stoßdämpfer. Öfter schlagen hingegen
die Führungsbuchsen der Tragarme aus, ein unüberhörbares Quietschen
beim Aufschaukeln der Karosserie im Stand macht darauf aufmerksam.

Zum Abschluß sollte Ihnen die Innenausstattung noch einen Blick Wert
sein; vor allem die Fahrertürverkleidung, der Teppichboden (unter dem Sie
hoffentlich kein durchrostetes Bodenblech fanden) und das Armaturenbrettpolster.

Abweichungen vom vielbeschworenen Originalzustand werden meist aus zwei Gründen
vorgenommen: Zum einen wird der originale, kontaktgesteuerte Lichtmaschinenregler,
der oft die Batterie überkochen läßt, gerne gegen einen elektronischen
ausgetauscht, und zum anderen trägt die Ersatzteilsituation nicht unbedingt
zu einer l00%igen Originalität bei.



( Fast alle Teile sind in USA / Deutschland noch erhältlich,
insbesonders für 65-68, für 69-73 sieht es bei den Blechteilen etwas
schwieriger aus)




Bleibt am Ende die Frage des Preises, die sich wegen der relativen Seltenheit
der Fahrzeuge in der Bundesrepublik als schwieriges Kapitel zeigt.

Am häufigsten findet man noch das Hardtop-ModelI, das als Teileträger
ab 6000.-Euro und im Spitzenzustand bis 35.000,-Euro kosten kann. Gesucht sind
die Cabrios, die kaum unter 35.000,- Euro, selbst in schlechtern Zustand, zu
bekommen sind. Aber was ein echter Asphalt-Cowboy --ist, der muß für
seinen Mustang auch verhandeln können.




Auzug aus der Markt

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US-Cars und Oldtimer Service

Öffnungszeiten: Mo-Sa: 10:00 - 18:00

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HomerSimpson
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PostenVerfasst am: Thu, 07 Jun 2018 8:33    Titel: Re: Kaufberatung: Allgemeine Tipps und Schwachstellen beacht Antworten mit Zitat

@CCA

Super Shake Besten Dank!
Das werde ich mir erst mal in Ruhe zu Gemüte führen.

Grüße Chris
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JJ
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PostenVerfasst am: Thu, 07 Jun 2018 9:27    Titel: Re: Kaufberatung: Allgemeine Tipps und Schwachstellen beacht Antworten mit Zitat

Schau dir auch mal einige Bilder einer Besichtigung an können sehr hilfreich sein.

www.dr-mustang.com/ind...album=1618

www.dr-mustang.com/ind...album=1442

www.dr-mustang.com/ind...nt&sid=194

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HomerSimpson
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PostenVerfasst am: Thu, 07 Jun 2018 12:57    Titel: Re: Kaufberatung: Allgemeine Tipps und Schwachstellen beacht Antworten mit Zitat

JJ wrote:
Schau dir auch mal einige Bilder einer Besichtigung an können sehr hilfreich sein.

www.dr-mustang.com/ind...album=1618

www.dr-mustang.com/ind...album=1442

www.dr-mustang.com/ind...mp;sid=194

Sehr gut, besten Dank! Ich denke das beides gibt mehr Einblick und ein besseres Gefühl.

Grüße Chris
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